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Lomé: Die erste Woche

Autor: LauraHartmann | Datum: 04 September 2017, 22:42 | 2 Kommentare

Angekommen sind wir hier nun vor genau einer Woche und seitdem ist auch schon viel passiert und ich hoffe ich kann euch einen kleinen Einblick verschaffen.

Beim Flug hat bis auf 1 ½ Stunden Verspätung alles super funktioniert und wir hatten weder Schwierigkeiten mit dem Visum noch mit dem Gepäck. Abgeholt wurden wir von Emmanuel Amega, dem Hauptbuchhalter der Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo (EEPT), der sich den Großteil dieser Woche um uns gekümmert und auch verpflegt hat. Untergebracht sind wir zurzeit  in einem Raum mit Bad auf dem Gelände der EEPT. Da wir aber keine Küche haben, können wir uns dementsprechend leider eher schlecht selbst verpflegen.

Eigentlich sollten wir heute weiter nach Notsé reisen, was aber nun doch weiter nach hinten verschoben wurde, weil die Wohnung, in der wir unterkommen werden, zurzeit noch gestrichen wird. Auch wenn die Woche hier schön war, hatten wir uns doch gefreut, endlich unsere Koffer auspacken zu können – das muss jetzt wohl noch warten.

 

Naja, aber jetzt erst einmal von Anfang an:

Abgeholt wurden wir wie gesagt von Herrn Amega. Mit vier großen sowie zwei kleinen Koffern und uns Drein ging es dann in seinem alten 2-Türer vom Flughafen zu Unterkunft. Das war zwar schon ein wenig eng, aber letztendlich auch kein Problem und so lagen wir um drei Uhr deutscher beziehungsweise ein Uhr togolesischer Zeit, erschöpft aber glücklich in unseren Betten.

 

Da wir momentan keine Aufgabe hier haben und dementsprechend recht wenig zu tun haben, gucken wir uns viel in der Stadt um und machen kleine, aber doch wichtige Erledigungen zusammen mit Emmanuel, wie beispielsweise eine neue SIM-Karte kaufen. Wenigstens bleibt uns so aber genug Zeit um Vokabeln zu lernen. Die Verständigung mit den Einheimischen verläuft doch noch sehr schleppend, weil doch sehr schnell und, unserem Empfinden nach, auch sehr undeutlich gesprochen wird, so dass mir das Verstehen in Moment doch noch sehr schwer fällt und auch für viele Antworten fehlen mir doch noch einige Vokabeln.

 

Am Freitag waren wir auf eine kleine Abschiedsfeier eines Schweizer Ehepaars eingeladen, welches für ein Jahr in Togo gelebt und gearbeitet hat. Das war für uns eine gute Gelegenheit sich mal mehr mit den Einheimischen zu unterhalten. Mit vielen haben wir auf Englisch geredet, weil es wie gesagt in Moment noch sehr schwierig ist eine Konversation auf Französisch zu führen. Ein paar der Gäste haben sich aber auf Nachfrage auch sehr viel Mühe gegeben, langsam mit uns Französisch zu reden und das Ganze zu Not für uns nochmal ins Englische zu übersetzen, so dass es am Ende doch auch auf Französisch einigermaßen gut funktioniert hat.

 

Gestern haben wir dann das erste Mal am Gottesdienst teilgenommen. Dafür hat uns Thèrese, Emmanuels Frau, extra traditionelle Kleider geschneidert. Obwohl wir den französischen Gottesdient besucht haben und nicht den auf Ewe, haben wir kaum etwas verstanden. Nicht nur sprachlich, sondern auch vom Ablauf und wer gerade zur Gemeinde gesprochen hat. Glücklicherweise haben die beiden Schweizer auch den Gottesdienst besucht und konnten uns danach ein paar Sachen erklären. Beispielsweise, dass man bei der Kollekte in einer bestimmten Reihenfolge nach vorne geht. Alle die an einem Montag geboren wurden, gehen als erstes nach vorne, danach alle die an einem Dienstag geboren wurden und so weiter. Das mag zunächst einmal etwas seltsam klingen, aber hier haben die Wochentage, an denen man geboren wurde, eine größere Bedeutung. So wird man unter anderem nach dem Wochentag benannt, an dem man geboren wurde.

Ich wurde an einem Mittwoch geboren, deswegen ist mein „Ewe-Name“ Aku. Da Hanna auch an einem Mittwoch geboren wurde , aber ein bisschen jünger ist als ich, bin ich Akuga ( der „große Mittwoch“) und sie Akuwi ( der „kleine Mittwoch“).

 

Nachmittags waren wir mit den beiden noch beim << GRANDE CONCERT CHORAL>> im  Palais des Congres de Lomé. Wie der Name schon verrät haben dort mehrere Chöre auf der Bühne gesungen und sich präsentiert. Was für uns sehr verwunderlich war, war, dass auf einmal auch ein Priester mit auf der Bühne stand und eine Gesangs- und Tanzeinlage gezeigt hat. Es war wirklich sehr interessant auch das Publikum zu beobachten, vor allen Dingen am Anfang saßen nur wenige auf den Plätzen, die meisten haben mitgetanzt und es war insgesamt eine sehr ausgelassene Stimmung im Saal.

 

Das war’s erstmal von mir und ich hoffe der nächste Eintrag kommt dann aus Notsé!